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| Wohnhaus
in Rottenburg am Neckar |
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Die Lage
des Grundstücks direkt oberhalb einer Felswand, die hier das
Neckartal begrenzt, ist ausschlaggebend für die Gestaltung
dieser Doppelhaus-Hälfte. Vom Balkon und von der großen Dachgaube
aus bietet sich ein atemberaubender Rundblick in drei Himmelsrichtungen:
Nach Osten neckarabwärts bis Tübingen, nach Süden zum bewaldeten
Bergrücken des Rammert, nach Westen neckaraufwärts.
Vom Eingang
an der Straßenseite her hat das Grundstück ein leichtes Gefälle
nach Süden. Daher wurde an der Talseite das Kellergeschoss,
die zwei Kinderzimmer, mit direkter Verbindung zum Garten
angeordnet.
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Darüber
liegt das Erdgeschoss, mit Wohnraum und Essplatz an der Südseite.
Vom Balkon aus führen ein leicht geneigter Steg und eine Treppe
aus Natursteinblöcken auf die Gartenterrasse. Die zweiflüglige
Balkontüre ist so breit, dass eine lange Gästetafel auch mal
vom Wohnzimmer bis ins Freie durchlaufen kann.
Die Südfassade
des Hauses ist mit großen Fensterflächen gestaltet - nicht
nur wegen des schönen Ausblicks sondern auch, um in der Übergangszeit
die Sonnenwärme optimal zu nutzen und Brennstoff zu sparen.
Der Balkon und der große Dacherker schützen dagegen vor zu
viel Hitze im Sommer, indem sie vor der hoch stehenden Mittagssonne
Schatten spenden.
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Das
Gebäude wurde als Niedrigenergiehaus in Holzbauweise errichtet.
Der örtliche Zimmermann hat nicht nur den Rohbau in traditioneller
Fachwerk-Technik erstellt. Er hat auch die dicke Wärmedämmung
in Boden, Außenwände und Dach eingebaut, die Fußböden aus Lärche-Dielen
verlegt und Wandbekleidungen aus Gipsfaserplatten angebracht.
- Für die Wände wurde bewusst eine weiße, glatte Oberfläche
gewählt, um eine Ausgewogenheit zu den Holzflächen der Böden
und Decke zu erreichen. |
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Großer
Wert wurde auf die Verwendung ökologisch sinnvoller Materialien
gelegt. Der Dämmstoff ist ein Recycling-Produkt aus Altpapier,
das Holz kommt aus heimischen Wäldern, anstelle von Dispersionsfarben
wurden Silikatfarbe und Naturharzlasuren verwendet, die Dachziegel
sind aus gebranntem Ton, künstliche Klebstoffe wurden vermieden.
Weitere ökologische Komponenten sind die Dachbegrünung des
Carports und die Regenwasseranlage.
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Damit
die Vorzüge der Niedrigenergiebauweise auch wirklich erreicht
werden, ist nach Einbau der Fenster die Luftdichtigkeit der
Außenhülle gemessen worden. So konnten Leckstellen vor dem Weiterbau
abgedichtet werden. Für energiesparendes und ausreichendes Lüften
während der Heizperiode sorgt eine komfortable Lüftungsanlage.
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Architekturbüro
Ludwig Sabel, Kusterdingen |
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